Du interessierst dich für EMDR oder du überlegst, ob diese Methode etwas für dich oder dein Kind ist?

Du erfährst hier

  1. Wissenswertes über die Methode
  2. Wie EMDR funktioniert
  3. Für wen und bei was EMDR gut funktioniert
  4. EMDR in meiner Praxis:

von Kühen auf Almwiesen und einem Weg aus dem Burn Out

​1. Wissenswertes über EMDR

EMDR ist die Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing.

Ins Deutsche übersetzt ist EMDR eine Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen.

Desensibilisiert und verarbeitet werden damit Erlebnisse, die mit ihren Auswirkungen den Alltag schwer machen. Genauso auch Stimmungen und Gefühle, die du dir nicht erklären kannst und die sich trotzdem auf dein Leben auswirken.

Möchtest du mehr über das Thema Trauma und Traumatherapie erfahren?  Dann schau dir meinen Blogartikel „Trauma – die Anzeichen und wie überwinde ich die Folgen?“ an.

Auch das Gegenteil ist mit EMDR erfolgreich machbar. Nämlich die Ressourcen und persönliche Stärken stärken und so deine emotionale Widerstandskraft fit machen.

Mit EMDR gestärkt durch's Leben gehen

Ursprünglich wurde EMDR zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse entwickelt, und zwar von Dr. Francine Shapiro in Kalifornien, USA.

Die Methode wird heute immer öfter und ausgesprochen erfolgreich eingesetzt –

inzwischen nicht mehr nur in der Traumatherapie, sondern auch in vielen anderen Bereichen.

Die Wirksamkeit wurde inzwischen durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Zum Beispiel wurden in den USA bedeutende Erfahrungen bei der Behandlung von Rettungskräften gesammelt, die im Rahmen des Twin-Tower Attentates am 11.09.2001 im Einsatz waren.

Die Ergebnisse zeigen, wie deutlich die Betroffenen durch EMDR entlastet wurden – effektiv und vor allem anhaltend.

 

2. Wie funktioniert EMDR genau?

 Das Herzstück der EMDR-Therapie sind geführte Augenbewegungen.

Man nennt sie auch bilaterale Stimulation. Beide Gehirnhälften werden dadurch abwechselnd angeregt.

Klientin und Therapeutin sitzen sich bei der EMDR-Sitzung gegenüber.

Die Klientin folgt dabei mit ihren Augen den Fingern der Therapeutin, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und nach links bewegt.

EMDR mit Augenbewegungen

EMDR mit Augenbewegungen

Die entstehenden Augenbewegungen sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar – der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden.

Durch eine EMDR-Sitzung erhält das Gehirn also die Möglichkeit, belastende Erinnerungen nachträglich zu verarbeiten, selbst wenn diese schon viele Jahre zurückliegen.

 

Das Leben kann sich dadurch nachhaltig verändern. Denn es werden neuronale Verknüpfungen gelöst, die mit den alten Erinnerungen oder dem unerwünschten Verhalten verbunden sind.

Du wirst dich freier und gestärkt fühlen.

 

Neben den Augenbewegungen haben sich auch die folgenden bilateralen Stimulationen bewährt:

  • abwechselndes Tippen mit den Händen auf Oberschenkel oder Knie.
  • Musik mit dem Kopfhörer, deren Rhythmus abwechselnd auf dem rechten und linken Ohr zu hören ist.
  • In meiner Praxis habe ich die bilaterale Stimulation mit Klangschalen entwickelt und nutze sie sehr erfolgreich. Durch die angenehmen Klänge und die beruhigende Wirkung schätzen meine Klientinnen diese Form sehr!

 

So habe ich EMDR und Klangtherapie sehr gesundheitsfördernd zusammengebracht.

Übrigens: Auch Spazierengehen oder Laufen ist eine Form der bilateralen Stimulation, denn es wird abwechselnd eine Körperhälfte nach der anderen angeregt!

Dieses Bild bringt es auf den Punkt:

Eine EMDR-Sitzung kannst du mit einer Zugfahrt vergleichen.

Die Klientin fährt noch einmal am Ereignis vorbei:

Geschützt – im Zug hinter der Scheibe und mit sicherem Abstand.

Begleitet von mir als Therapeutin und Begleiterin.

Die belastende Erinnerung kann Stück für Stück schwächer werden und auch die Symptome und die Auswirkungen in deinem Alltag werden langsam gelöst.

Die alten traumatischen Erinnerungen und Gedanken bekommen dadurch einen anderen Stellenwert im jetzigen Leben. Neue und besser passende Perspektiven für dein Leben entstehen. Du schaust mit einem angenehmeren Abstand auf das Vergangene.

 

3. Wann hilft EMDR?

Weil eine Krise sich ja auf sehr unterschiedliche Weise in deinem Leben oder in deinem Alltag zeigen kann, habe ich für dich ein paar Beispiele aufgelistet.

Vielleicht geht es dir so oder so ähnlich, und du suchst einen Weg aus:

  • einer Depression
  • Ängsten oder Panikattacken
  • Trauer
  • einem Burn Out
  • Stress, Reizbarkeit und Gedankenkreisel
  • Erschöpfung
  • Verspannungen oder chronischen Schmerzen
  • Auswirkungen von Erlebnissen in der Kindheit
  • unerklärlichen Ängsten oder Aggressionen
  • Schuld- oder Schamgefühlen
  • Schlafstörungen
  • einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)

EMDR hilft dir auch als

  • Begleitung einer Krankheit oder einer Krebsbehandlung
  • Unterstützung vor und nach einer Operation

Als „positives EMDR“ stärkt es deine persönliche Widerstandskraft.

  • Du hast dann einen besseren Zugang zu deinen Stärken und Ressourcen.
  • Du lernst Grenzen zu setzen und liebevoll für dich selbst zu sorgen.
  • Du gehst leichtfüßiger und gestärkt durch dein Leben.

Deine emotionale Widerstandskraft wird stärker – wie ein gut trainiertes Immunsystem.

Denn wenn du die Gewissheit und Sicherheit hast:

“Ich kann mir helfen – Ich vertraue mir.“

Dann navigierst du einfacher und sicherer durch stürmische Zeiten.

Natürlich ist EMDR auch kein Zaubermittel, mit dem du unliebsame Verhaltensweisen, Emotionen und Erlebnisse mal eben geschwind auslöschst.

Es ist eher eine Methode, die dich enorm gut dabei unterstützt dein Leben wieder kraftvoll, in Ruhe, befreiter und voll Freude zu leben.

Mehr Infos über meine Arbeit findest du auch hier

 

4. EMDR in meiner Praxis

Alles was ich hier beschreibe haben mir die jeweiligen Menschen ausdrücklich erlaubt! Ich erzähle die Geschichten vereinfacht und sehr verkürzt, denn es geht ja um das Ergebnis. Um das, was sich für die einzelnen Menschen verändert hat.

  • Stell dir vor, du wanderst über eine wunderschöne grüne Almwiese. Die Sonne scheint, alles ist perfekt – du fühlst dich unglaublich gut!

Eine Biegung weiter steht sie plötzlich vor dir! – Eine große, stattliche Kuh.

Und schaut dich an.

Macht keine Anstalten dich einfach so vorbei zu lassen.

Kein Problem für dich? Für die Familie einer Klientin auch nicht!

Aber für sie unüberwindbar.

Eine riesige Angst überkam sie. Und das regelmäßig, denn sie wandert leidenschaftlich gern…

Bis wir zusammen arbeiteten, blieb ihr keine andere Wahl als ein schneller Rückzug.

Sie hatte schon gar keine Lust mehr loszugehen, so groß waren die Bedenken auf diese großen Vierbeiner zu treffen – und dann panisch und fluchtartig das Weite suchen zu müssen!

Es waren nur wenige EMDR-Sitzungen nötig, um diese Angst zu überwinden.

Auf dem Weg dorthin traf sie auf verschiedene Erinnerungen, in denen sie als Kind Angst hatte und keine Unterstützung bekam oder von Erwachsenen dafür ausgelacht wurde.

Es gelang uns wunderbar, diese Ängste und Erlebnisse aufzulösen.

„Ich fühle mich so befreit! Wenn ich heute Kühen begegne, muss ich regelmäßig schmunzeln.“

Schrieb sie mir neulich und schickte noch ein Foto mit – du kannst dir sicher vorstellen was zu sehen ist: Sie gemeinsam mit einer großen braunen Kuh!

 

  • „Stress? Heute bringt mich so schnell nichts mehr aus der Ruhe“.

Schreibt mir ein ehemaliger Klient. Ich frage ein paar Monate nach dem letzten Treffen gerne mal nach. Wie geht es denn jetzt? Alles gut oder sind Schwierigkeiten aufgetaucht?

Vor ungefähr zwei Jahren brach er völlig zusammen. Burn Out.

Raus aus dem Burn Out

Die Anforderungen am Arbeitsplatz hatten ihn völlig ausgelaugt und zu oft ging er über seine Grenzen. Er konnte nicht mehr schlafen. Nach dem Wochenende oder Urlaub fühlte er sich nicht erholter aus vorher.

Eines Tages war es zu viel. Er litt unter Herzrasen, Panikattacken.

 

Als erstes ging es darum sich zu stabilisieren. Ich unterstützte ihn mit EMDR dabei, genauso wie mit Entspannungs- und Stärkungsübungen.

Langsam erst mal wieder Boden unter die Füße bekommen. Sich regenerieren. Ruhe finden und Kräfte sammeln. Dies Alles mit EMDR festigen.

Da war schon viel erreicht.

Dann gingen wir auf die Suche nach den Ursachen.

Was war eigentlich passiert?

Wie kann es besser laufen?

Wir fanden viele Situationen aus der Vergangenheit, in denen Grenzen für sich selbst ziehen nicht möglich war.

Nicht gelernt auf sich zu hören und auf sich zu achten.

Welche Aufgaben übernehme ich und wann sage ich nein?

Viele Erinnerungen wurden mit EMDR entschärft. So dass sie das Leben heute nicht mehr stören.

Es entstand ein Plan und konkretes Vorgehen für ihn.

Er konnte immer besser zur Ruhe kommen und fühlte sich so wohl wie noch nie.

Seine Konzentration kam zurück.

Er war voller Tatendrang (und ist es immer noch 😉 ).

Der Einstieg in den Job war eine Herausforderung, und gleichzeitig viel einfacher als gedacht.

Die Energie für Freizeit und die Familie blieb und ist immer noch da.

Eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben ist entstanden und hat sich etabliert.

Er genießt sein Leben bewusster als früher.

EMDR binde ich immer ein in Gespräche. Sanfte Körperübungen kommen manchmal dazu, und auch die Klangschalen sind immer wieder mit ihren wohltuenden beruhigenden Klängen dabei, falls du das magst. Ich zeige dir einfache Übungen und Tools, die du überall anwenden kannst wenn’s mal eng wird.

Mir ist es wichtig, dich mit all deinen Seiten zu sehen, nicht nur dein „Problem“. Dich in deiner ganzen Person zu unterstützen.

Auch online per Video-Treffen nutze ich EMDR. Besonders in Zeiten des Lockdown war und ist das ein großes Geschenk und eine gute Unterstützung! Ich war nach dem ersten Versuch absolut positiv überrascht und von der Wirkung beeindruckt! Wir nutzen in dem Fall Musik per Kopfhörer als bilaterale Stimulation und sind über den Bildschirm gut in Kontakt.

Aus diesem „Versuch“ ist für mich ein fundiertes Angebot geworden.

Ich biete EMDR-Sitzungen nicht nur in meiner Praxis an, sondern auch direkt zu dir nach Hause, wenn du lieber daheim bleiben möchtest. Das spart Zeit und ist sicher.

Online EMDR

EMDR als Online-Sitzung

Du kannst vom Sofa oder Schreibtisch aus mit diesen Sitzungen deine Stärken stärken und so deine emotionale Widerstandskraft fördern. Auch kannst du auf diese Weise einiges an „Altlasten“ aus deinem Leben hinter dir lassen.

Einer Online-Sitzung geht natürlich immer ein Gespräch voraus, bei dem wir gemeinsam herausfinden, ob es möglich ist das Thema online zu bearbeiten, oder ob ein Treffen „in echt und live“ sinnvoller ist.

Der persönliche Kontakt ist so hilfreich und manchmal absolute Bedingung, um sich aufgehoben zu fühlen!

Zum Beispiel wenn Probleme und Erlebnisse das Leben sehr einschränken, Erinnerungen einen immer wieder einholen. Dann empfehle ich auf jeden Fall persönliche Live-Sitzungen.

 

Wenn du also momentan in einer Situation steckst, die du bisher nicht überwinden konntest und jetzt beim Lesen denkst, dass EMDR Dir helfen könnte, dann melde Dich sehr gerne bei mir. Ich unterstütze dich gerne.

 

Hast du Fragen?

Dann schreib mir gerne! Ich freue mich über jede Nachricht.

Alles Liebe

 

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